Wennman dieses historische Gebäude betritt, wird man von einembesonderen Duft umhüllt. Während des Besuches dieser kleinen Mühle kann man die leichten Geruchsunterschiede von Mais in den drei Bearbeitungsphasen unterscheiden und zwar als er noch Getreide ist, dann während der Bearbeitung und am Ende als er Mehl wird. Man kanndeutlich die drei verschiedenen Düfte unterscheiden, wenn man ausden 3 Aluminiumrohren riecht.

Bei Molino Pellegrini fühlt man sich wie in der Zeit zurückversetzt. Die Geräusche, Düfte und Aromen der Vergangenheit werden in Varone, Riva del Garda, täglich lebendig.

Hier ist es unsere Erfahrung bei der Mühle.

Alberto ist der Erbe einer Familientradition, die er mit seiner Frau Silvia stolz fortsetzt.

Wir sind von seiner Erfahrung beeindruckt, die 1932 begann, als die Geschichte der Familie Pellegrini und der Molino zu einer einzigen Realität wurde. Großvater Bruno, zuerst Müller, dann Angestellter und schließlich Besitzer von Molino Pellegrini, lässt eine derwenigen Mühlen im Trentino entstehen, die heute noch aktiv ist. Dietechnische Vorbereitung ist sowie die Leidenschaft und die Liebe, die Alberto in jeder Geste und jeder Erklärung zeigt.

DerCharme des Holzes: Tradition und Innovation in der Pellegrini Mühle

Holzböden, alte Balken, Treppen und Maisduft überall! Die vier Stockwerke, aufdenen der Molino gebaut ist, sind vollständig aus Holz gefertigt, umdie ständigen Vibrationen der Maschinen während der Mahl- und Siebphase aufzunehmen. Tatsächlich gibt es eine Menge Hektik, dasuns wirklich an die Zeit unserer Großeltern erinnert! Im Erdgeschoss befindet sich ein Tisch mit vielen Maissorten, welche manchmal total unerwartete Farben haben! Mais hat so viele Farben und nicht alle Kolben sind geeignet, Popcorn zu werden! Zunehmend ungläubig und fasziniert setzen wir unseren Weg in der Mühle fort.

Hier werden nur Buchweizen und Mais produziert, beide Getreidesorten enthalten kein Gluten. Das Bewusstsein für die Arbeit hinter einem handgefertigten Produkt ist alles, umdie Eigenschaften, aber auch den Wert schätzen und verstehen zu können.

Polenta & Co: Willkommen im Trentino!

Man muss nicht vergessen, dass ein Produkt wie Mais einen der Eckpfeiler der Küche aus dem Trentino ist, da mit dieser Zutat kann man die Polenta machen! Mit den vielen Mehlsorten von Molino Pellegrini könntihr eure Lieblingspolenta zubereiten: Maismehl Bramata Gialla,Vollkornmehl aus Steinmehl, Taragna, Dünnmehl (perfekt für dieHerstellung von leckeren glutenfreien Keksen), Instantmehl (für die jenigen, die immer Eile haben!) und sogar weißes Maismehl!

Wir kommen in die oberste Etage: Der Lärm nimmt zu und mit ihm dasWunder, perfekt funktionierende alte Maschinen zu sehen, die liebevoll gepflegt werden. Es ist eine wahre Emotion zu sehen, dass heutzutage ein qualitätsreiches Produkt genau wie vor hundert Jahren vorbereitet wird!

Hier, nachdem wir den letzten Teil des Prozesses gesehen und zusammen mit Alberto den sensorischen Weg entdeckt haben, sitzen wir im Erfrischungsbereich, wo wir unseren Besuch mit einem guten Kaffee beenden.

Der Wunsch der Familie Pellegrini, die Vergangenheit zu respektieren, zeigt sich auch von außen: Eine Besonderheit des Gebäudes ist die Tatsache, dass an der Außenfassade eine Holzrutsche angebracht ist, mit der früher Wurstwaren auf Transportmittel geladen wurden. Die Rutsche ist ein charakteristisches historisches Element, welche wahrscheinlich zusammen mit der Mühle selbst gebaut wurde.

Ein Besuch des Molino Pellegrino ist wirklich ein Erlebnis, das man mindestens einmal im Leben machen sollte. Die didaktischen und sensorischen Wege sind beide unerlässlich, um die harte Arbeit hinter einem einfachen “Paket Mehl” zu verstehen.

Wir verabschieden uns von Alberto, der uns die leckeren “Groste di polenta” (Polentakrusten), ein unglaublich gesunder und köstlicher Snack, anbietet. Es erinnert uns als wir als Kinder siedirekt aus dem Kupferkessel gegessen haben. Heute kann man die”groste di polenta” direkt bei Molino Pellegrini kaufen undwir wetten, sie schmecken genauso wie damals!